Preis verstehen
Was ein Umzug im Umland kostet
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Ein Umzugspreis ist keine Zahl aus der Luft, sondern das Ergebnis von vier Größen: der Menge in Kubikmetern, dem Tragweg zwischen Wagen und Tür, dem Anteil, den Sie selbst übernehmen, und dem Anteil, der nicht mitzieht, sondern entsorgt wird. Wer diese vier kennt, kann zwei Angebote überhaupt erst vergleichen. Auf dieser Seite steht deshalb, wie die Größen wirken und woran ein Angebot erkennbar ist, das später teurer wird als besprochen. Die Beträge selbst stehen vollständig auf der Preisseite unter /preise.
- Gerechnet wird nach Ladevolumen in Kubikmetern, nicht nach der Zahl der Zimmer
- Der Weg zwischen Standplatz und Haustür geht direkt in die Arbeitszeit ein
- Selbst gepackt und selbst zerlegt senkt den Aufwand spürbar, halb gepackt selten
- Was entsorgt statt transportiert wird, wird nach anderen Regeln gerechnet
Vier Größen
Woraus sich ein Umzugspreis zusammensetzt
Es sind wenige Größen, und sie hängen erstaunlich wenig an der Quadratmeterzahl.
Wer nach dem Preis fragt, bekommt oft eine Gegenfrage: Wie viele Zimmer. Das ist verständlich, aber ungenau, denn eine leer geräumte Wohnung mit vielen Zimmern kann weniger Ladung ergeben als ein volles Reihenhaus mit weniger Räumen. Die Fläche sagt etwas über den Wohnraum aus, nicht über das, was am Ende auf dem Wagen steht.
Deshalb wird nach dem Ladevolumen gerechnet. Dazu kommen der Weg, den jedes Stück zurücklegen muss, der Teil der Arbeit, den Sie übernehmen, und das, was gar nicht mitfährt, sondern zur Annahmestelle geht. Diese vier Größen erklären fast jeden Unterschied zwischen zwei Angeboten für scheinbar denselben Auftrag.
Alles andere sind Nebenposten, die entweder anfallen oder nicht: eine Küche, die zerlegt und wieder aufgebaut wird, eine Zwischenlagerung, ein zweiter Halt unterwegs, Packmittel. Diese Posten sind einzeln benannt und tauchen im Angebot als eigene Zeilen auf, damit erkennbar bleibt, wofür welcher Teil der Summe steht.
Menge in Kubikmetern
Die Ladung wird nicht in Zimmern gemessen
Kubikmeter sind ungewohnt und trotzdem die einzige belastbare Größe.
Das Ladevolumen ist der Raum, den Ihr Hausrat im Wagen einnimmt. Es bestimmt, wie viele Fahrten nötig sind, welches Fahrzeug kommt und wie viele Kräfte sinnvoll sind. Und es ist die einzige Größe, die sich vor dem Termin messen lässt, statt sie zu erraten.
Beim Aufmaß gehen wir dafür durch jeden Raum und schätzen ihn einzeln ab, einschließlich Keller, Garage, Gartenhaus und Dachboden. In einem Haus liegt der Unterschied zwischen einer ersten Vermutung und dem tatsächlichen Wert meistens in den Nebengebäuden, und er zeigt sich nach oben, nicht nach unten. Genau deshalb entsteht eine belastbare Zahl nicht am Telefon.
Was die Menge senkt, wissen Sie besser als jeder Betrieb: alles, was schon vorher aussortiert wird. Jedes Möbelstück, das ohnehin nicht ins neue Zuhause soll, kostet zweimal, wenn es doch mitfährt, nämlich beim Einladen und beim späteren Wegschaffen. Aussortieren gehört deshalb an den Anfang der Planung und nicht ans Ende.
Der Tragweg
Die Meter zwischen Wagen und Haustür
In einer Siedlung mit Vorgärten ersetzt der Tragweg die Etage.
Bei einem Umzug im Mehrfamilienhaus fragt man nach dem Stockwerk. Hier ist die Frage eine andere: Wie weit ist es vom Standplatz des Wagens bis zur Tür, und was liegt dazwischen. Ein ebener, fester Weg lässt sich rollen. Ein Gartenweg mit Stufen, eine Rasenkante oder ein Kiesstreifen zwingen dazu, jedes Stück zu tragen, und das dauert um ein Vielfaches länger.
Diese Meter gehen in die Arbeitszeit ein, und Arbeitszeit ist der größte Einzelposten eines Umzugs. Ein längerer Weg macht keinen Umzug unbezahlbar, aber er verschiebt die Rechnung spürbar, und zwar unabhängig davon, ob nach Zeit oder zum Festpreis abgerechnet wird. Im zweiten Fall ist er im Preis schon berücksichtigt, weil er beim Aufmaß aufgenommen wurde.
Sie können hier selbst etwas bewegen, und das ist der angenehmste Teil dieser Seite. Ein freigeräumter Weg, ein abgesprochener Standplatz und eine offen stehende Tür ohne Türstopper aus Karton verkürzen den Tag messbar. Was am Standplatz möglich ist, klären wir vorher; wo genau der Wagen stehen kann, ist Teil des Aufmaßes.
Anteil Eigenleistung
Was Sie selbst übernehmen, verändert die Rechnung
Der Unterschied liegt weniger im Wollen als im Zustand, in dem wir eine Wohnung antreffen.
Zwischen dem Auftrag, bei dem alles bereitsteht, und dem Auftrag, bei dem noch gepackt wird, liegen Stunden. Selbst gepackte, beschriftete und geschlossene Kartons, zerlegte Betten und abgebaute Regale bedeuten, dass die Mannschaft vom ersten Moment an tragen kann. Das ist der Punkt, an dem Eigenleistung tatsächlich wirkt.
Halbe Lösungen wirken dagegen kaum. Kartons, die offen stehen, weil noch etwas hineinsoll, Schränke, die zur Hälfte zerlegt sind, ein Keller, in dem noch aussortiert wird: In solchen Fällen entsteht Wartezeit, und Wartezeit ist teurer als die Arbeit, die sie ersetzt. Wer wenig Zeit hat, fährt besser damit, das Packen ganz abzugeben, als es halb zu erledigen.
Es gibt außerdem Arbeiten, die sich selten lohnen, wenn man sie selbst macht. Das Tragen sperriger Möbel durch eine enge Haustür ist eine davon, weil dabei häufiger etwas beschädigt wird als bei allem anderen. Was Sie übernehmen und was wir übernehmen, wird beim Aufmaß festgelegt und steht danach im Angebot.
- Vor dem Aufmaß entscheiden, was Sie selbst packen wollen und was nicht, und das ehrlich einschätzen.
- Alle Räume nennen, auch Keller, Garage, Gartenhaus und Dachboden, damit die Menge stimmt.
- Den Standplatz des Wagens und den Weg zur Tür gemeinsam ansehen und festhalten.
- Klären, was entsorgt wird und was mitfährt, denn beides wird verschieden gerechnet.
- Angebote nur vergleichen, wenn in allen dieselbe Menge, derselbe Weg und derselbe Leistungsumfang steht.
- Vor der Zusage prüfen, ob jede Position benannt ist und was passiert, wenn am Umzugstag etwas dazukommt.
Anteil Entsorgung
Der Teil, der nicht mitzieht
Bei einem Haus hängen Umzug und Räumung fast immer zusammen.
Kaum jemand nimmt aus einem Haus alles mit. Was über die Jahre in Keller, Schuppen und Garage stehen geblieben ist, soll meistens weg, und dieser Teil folgt anderen Regeln als der Transport. Entsorgung wird nach Ladevolumen gerechnet, und dazu kommt, was die Annahmestelle für die Abgabe verlangt.
Dieser zweite Teil ist kein Aufschlag, sondern eine Auslage. Er erscheint deshalb mit Beleg als eigene Zeile, getrennt von der Arbeitszeit. Wer beide Posten in einer einzigen Summe zusammenfasst, macht ein Angebot schwer prüfbar, und genau deshalb trennen wir sie.
Sie beeinflussen diesen Anteil stärker, als Ihnen vielleicht bewusst ist. Getrennt gestellte Gruppen sind günstiger als eine gemischte Ladung, weil sortierte Mengen anders angenommen werden. Bauschutt, Reifen, Elektrogeräte und Schadstoffe gehören ohnehin getrennt. Und was Sie über eine Abfuhr des Landkreises loswerden, taucht in der Rechnung gar nicht erst auf.
Zeit oder Festpreis
Zwei Abrechnungsarten, zwei verteilte Risiken
Beide Wege sind seriös, sie verteilen die Unsicherheit nur unterschiedlich.
Nach Zeit zu rechnen heißt: Sie zahlen, was gebraucht wird. Das ist fair, wenn der Umfang klein und überschaubar ist, etwa bei wenigen Möbeln oder einem Transport innerhalb des Ortes. Das Risiko liegt bei Ihnen, denn wenn es länger dauert, wird es teurer. Dafür zahlen Sie nichts für einen Puffer, der nicht gebraucht wurde.
Ein Festpreis dreht das um. Der Betrieb schätzt den Aufwand, trägt das Risiko und rechnet deshalb einen Sicherheitsanteil ein. Dafür wissen Sie vorher, was am Ende auf der Rechnung steht. Voraussetzung ist allerdings, dass jemand den Aufwand tatsächlich gesehen hat, sonst schätzt er ins Blaue, und das rächt sich für eine der beiden Seiten.
In der Praxis entscheidet der Umfang. Kleine Aufträge laufen meist nach Zeit, ein Haushalt aus einem Haus zum Festpreis. Welche Form für Ihren Fall passt, sagen wir beim Aufmaß, und beide Varianten finden Sie mit ihren Sätzen auf der Preisseite. Was ein Angebot aufwendiger macht, wird darin beziffert, bevor der Termin vereinbart wird.
Für Ziele im Landkreis Oberhavel berechnen wir keine gesonderte Anfahrt. Führt der Auftrag darüber hinaus, erscheint die Anfahrt vorab als eigene Zeile mit Betrag im Angebot.
Angebot prüfen
Woran ein Angebot erkennbar ist, das später teurer wird
Die Warnzeichen sind wenige, dafür sind sie eindeutig.
Das häufigste Zeichen ist ein Festpreis, der ohne Besichtigung genannt wird. Wer eine verbindliche Summe für ein Haus nennt, ohne den Keller gesehen zu haben, kennt weder Menge noch Tragweg. Entweder ist die Zahl zu hoch, oder sie hält nicht, und am Umzugstag folgt die Nachforderung, wenn die Möbel bereits im Wagen stehen.
Das zweite Zeichen ist die Zahlungsweise. Barzahlung ohne Rechnung, Vorkasse in voller Höhe oder ein Angebot, das nur mündlich existiert, sind keine Formsache, sondern nehmen Ihnen jede Handhabe, wenn etwas schiefgeht. Ein seriöses Angebot ist schriftlich, nennt eine vollständige Firmenanschrift und lässt sich zuordnen.
Prüfen Sie außerdem, ob Leistungen benannt oder nur angedeutet sind. Steht dort, wie viele Kräfte kommen, welches Fahrzeug, welche Menge zugrunde liegt und was passiert, wenn am Umzugstag mehr dazukommt? Wenn ja, können Sie zwei Angebote vergleichen. Wenn nein, vergleichen Sie zwei Zahlen, die nicht dasselbe bedeuten.
- Ein verbindlicher Festpreis, obwohl niemand die Wohnung oder die Nebenräume gesehen hat
- Keine vollständige Firmenanschrift, nur eine Mobilnummer und ein Vorname
- Bargeld ohne Rechnung oder Vorkasse in voller Höhe vor dem Umzugstag
- Ein Angebot, in dem weder Menge noch Zahl der Kräfte noch Fahrzeug benannt sind
- Keine Aussage dazu, was gilt, wenn am Umzugstag mehr Ladung auftaucht als besprochen
- Druck bei der Zusage, verbunden mit einem Preis, der nur heute gelten soll
In Zahlen
Was den Preis bewegt und in welche Richtung
Sechs Treiber, jeweils mit dem, was sie hebt, und dem, was sie dämpft.
| Treiber | Zieht nach oben | Dämpft |
|---|---|---|
| Menge in Kubikmetern | Volle Nebengebäude, Möbel, die ohnehin niemand mehr will | Vorher aussortieren, statt später zweimal anzufassen |
| Tragweg | Wagen steht weit weg, Weg über Rasen, Kies und Stufen | Fester Standplatz nah an der Tür, Wege vorher freigeräumt |
| Anteil Eigenleistung | Beim Eintreffen wird noch gepackt und aussortiert | Kartons geschlossen und beschriftet, Betten und Regale zerlegt |
| Entsorgungsanteil | Gemischte Ladung mit Bauschutt, Reifen und Elektrogeräten | Getrennte Gruppen, Sperrmüll vorab über die Abfuhr abgegeben |
| Lage im Kalender | Die letzten Werktage eines Monats, wenn Verträge enden | Ein Termin in der Monatsmitte, wo mehr Auswahl besteht |
| Zweiter Halt unterwegs | Zwischenstopp am Lager oder an einer weiteren Adresse | Eine Ladung, eine Fahrt, ein Ziel |
Zahlen nachlesen
Erst die Menge, dann die Summe
Vereinbaren Sie über die Anfrageseite ein Aufmaß; danach steht ein schriftliches Angebot, in dem jede Position einzeln benannt ist.
- Wir kommen vorbei, messen auf und rechnen; kosten tut das nichts und binden tut es Sie auch nicht
- Montag bis Freitag, 09:00 bis 18:00 Uhr sitzt jemand am Telefon; Ihre Anfrage über das Formular landet auch nachts bei uns
- Sie bekommen eine eingespielte Mannschaft und keine wechselnde Aushilfsbesetzung
- Die Wagen stehen auf unserem eigenen Hof, angemietet wird für Ihren Termin nichts
Fragen zur Kalkulation eines Umzugs
Acht Antworten für alle, die gerade zwei Angebote nebeneinanderlegen.
Warum nennen Sie am Telefon keinen festen Preis?
Weil dafür die Angaben fehlen, auf die es ankommt. Menge, Tragweg, Zustand der Nebenräume und der Anteil, der entsorgt wird, lassen sich nicht am Hörer erheben. Eine Zahl ohne diese Angaben wäre entweder zu hoch oder sie hielte nicht. Beim Aufmaß dauert es eine knappe Stunde, danach steht ein Angebot, das trägt.
Was kostet ein Aufmaß?
Nichts, und es verpflichtet Sie zu nichts. Wir kommen vorbei, gehen durch alle Räume einschließlich Keller, Garage und Dachboden, sehen uns den Standplatz und den Weg zur Tür an und rechnen daraus die Menge. Sie bekommen ein schriftliches Angebot und entscheiden in Ruhe. Ohne diesen Termin wäre jede Zusage geraten.
Ist ein Festpreis immer besser als eine Abrechnung nach Zeit?
Nein, es kommt auf den Umfang an. Bei wenigen Möbeln oder einer kurzen Fahrt fahren Sie nach Zeit oft günstiger, weil kein Sicherheitsanteil mitbezahlt wird. Bei einem ganzen Haushalt schafft der Festpreis Ruhe, weil die Summe vorher feststeht. Wir sagen Ihnen beim Aufmaß, welche Form in Ihrem Fall die passende ist.
Wie kann ich zwei Angebote überhaupt vergleichen?
Nur dann, wenn in beiden dieselbe Menge, derselbe Tragweg und derselbe Leistungsumfang steht. Prüfen Sie, ob Zahl der Kräfte, Fahrzeug, Ladevolumen und Packmittel benannt sind und was gilt, wenn mehr dazukommt. Fehlen diese Angaben in einem der beiden, vergleichen Sie zwei Zahlen, die nicht dieselbe Leistung meinen.
Wie viel spart es, wenn wir selbst packen?
Es spart Arbeitszeit, und die ist der größte Posten. Wirksam ist es allerdings nur, wenn beim Eintreffen alles fertig ist: Kartons geschlossen, beschriftet, Betten und Regale zerlegt. Halb gepackt bringt fast nichts, weil dabei Wartezeit entsteht. Wer wenig Zeit hat, gibt das Packen besser ganz ab.
Wird die Entsorgung getrennt abgerechnet?
Ja. Das Ausräumen wird nach Ladevolumen berechnet, und was die Annahmestelle für die Abgabe verlangt, erscheint mit Beleg als eigene Zeile. So bleibt erkennbar, was Arbeit ist und was Auslage. Getrennt gestellte Gruppen sind dabei günstiger als eine gemischte Ladung, weil sortierte Mengen anders angenommen werden.
Was passiert, wenn am Umzugstag mehr Ladung dasteht?
Dann halten wir Rücksprache, bevor mehr eingeladen wird, und nicht hinterher auf der Rechnung. Wie das gerechnet wird, steht bereits im Angebot, damit niemand am Umzugstag verhandeln muss. Sagen Sie uns am besten schon beim Aufmaß, wenn Sie ahnen, dass aus dem Keller noch etwas dazukommen könnte.
Ist mein Hausrat während des Transports abgesichert?
Es gilt die gesetzliche Umzugshaftung, die für jeden Umzugsbetrieb in Deutschland verbindlich ist und sich am Ladevolumen bemisst. Darüber hinaus behaupten wir nichts. Wer besonders wertvolle Einzelstücke besitzt, klärt deren Absicherung am besten vorab mit der eigenen Versicherung. Papiere, Schmuck und Sammlerstücke fahren ohnehin besser im eigenen Auto mit.
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